Back Nach der großen Freude über unserer Verlobung kamen auch die ersten großen Fragen: wo wollen wir heiraten, wie wollen wir heiraten und ja…wann wollen wir heiraten?
Wir haben uns in Deutschland kennen und lieben gelernt, jedoch sollte die Hochzeit in einer unserer Heimatländer: Bulgarien oder Polen stattfinden. Da nach polnischer Tradition die Trauung bei der Familie der Braut stattfindet, ist uns die Entscheidung leicht gefallen: es wird in Bulgarien geheiratet.
Bulgarien, aber wo? Für mich gar keine Frage: In Koprivstiza. Ich bin zwar in Sofia geboren und aufgewachsen, jedoch sind meine schönsten Kindheitserinnerungen mit der Stadt, aus der meine Grosseltern stammen, verbunden. Es blieb nur die Aufgabe Marcin davon zu überzeugen…Es war nicht schwierig…
Nun haben wir den Ort, es blieben die Fragen nach dem wie und wann.
Eine Kirchliche Trauung ist das was wir uns gewünscht haben. Aber geht das überhaupt? Da die zukünftige Braut bulgarisch-orthodox ist und der zukünftige Bräutigam katholisch, sollte erstmal bei der jeweilige Gemeinde nachgefragt werden. Gar kein Problem! Wir waren beruhigt, es hatte noch keiner das „aber“ erwähnt…Bei einer genaueren Nachfrage, was denn für Dokumente notwendig wären, kam der Schock, vielleicht geht es doch nicht?
Vater Bogomil, der uns trauen sollte sagte: „Gar kein Problem, wir werden den Burschen in dem orthodoxem Glauben taufen und dann könnt ihr heiraten, macht euch keine Sorgen.“
Aaaaaaaaa, und nun? Glücklicherweise haben die genauen Recherchen und Gespräche mit den katholischen und den orthodoxen Priester gezeigt, dass nur eine formale Deklaration die Bedingung für eine ökumenische Trauung ist. Nun können wir beruhigt ausatmen, wir dürfen heiraten!
Das ist noch nicht alles…
Nach dem bulgarischen Familienrecht kann keine Kirchliche Trauung stattfinden ohne eine Standesamtliche „zivile“ Hochzeit. Also die Frage nach dem wo war noch offen…
Deutschland, Bulgarien, oder?
Auf den ersten Blick schein uns die Idee in Deutschland standesamtlich zu heiraten wunderbar. So könnten auch unsere Freunde, die es vielleicht nicht nach Bulgarien schaffen, auch kommen und die Formalitäten für die Standesamtliche Hochzeit schienen überwindbar. Es folgten unzähligen Versuche telefonisch ein Termin mit dem Standesamt Hannover zu vereinbaren…erfolglos. Die Beamtin, die für den Buchstaben C verantwortlich war, blieb unerreichbar…Irgendwann, Wochen später, war es soweit: der Termin stand fest. In dem kurzen informativen Gespräch hat die Standesbeamtin nicht nur eine lange Liste mit notwendigen Dokumenten ausgehändigt, sondern es auch geschafft den zukünftigen Doktor Czubanowski zu beleidigen: „Er solle die Frage nach dem akademischen Grad nicht beachten, da er sowieso keinen habe…“ Wir fragen uns, wie hat sie das nur erraten…
Nach dem kurzen Check der notwendigen Dokumente und der anfallenden Kosten für eine zivile Hochzeit in Hannover, wollten wir uns doch noch über die Alternative, Standesamt in Bulgarien, informieren.
Beim Telefonat mit dem Standesamt in Sofia habe ich erklärt, dass ich Bulgarin bin, in Barcelona wohne und einem Polen, der in Deutschland wohnt heiraten will, und die Standesbeamtin hat lange gelacht. Dann hat sie mir erklärt, dass wir zusätzlich zu den üblicherweise verlangten Dokumenten eine Bestätigung aus Polen brauchen, dass Marcin nicht verheiratet ist. Das wäre alles. Wir waren etwas besorgt, dass eine Woche vor der Hochzeit vielleicht eine zu kurze Frist sein könnte, um die Notwendigen Unterlagen in Bulgarien zu besorgen, wurden aber versichert, dass es kein Problem wäre.
Es schien alles relativ unkompliziert zu sein, also haben wir uns für Bulgarien entschieden. Ob in Sofia oder Koprivstiza, und wann genau, wissen wir noch nicht.
Nun wissen wir den Ort und die Art, und haben den Termin festgelegt
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4. Oktober 2008!
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